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Jung und Moslem 1


Dokureihe über junge Moslems, ihren Glauben und ihr Leben

2005, 183 Min., Doppel-DVD, freigegeben ab 12 Jahren.
Kaufpreis 40,– €, Ausleihe 15,– €, Preis V & Ö 60,– €

  Infos zu Kauf, Ausleihe und Lizenzarten


In dem Videoprojekt »Jung und Moslem in Deutschland« wurde eine Reihe von Videofilmen von und über junge Moslems in Deutschland produziert. Die Filme, die jeweils ein spezifisches Thema aufarbeiten, wurden angeleitet von MedienpädagogInnen und FilmemacherInnen. Im Mittelpunkt stehen authentische und differenzierte Interviews mit jungen Moslems verschiedener Glaubensrichtungen, verschiedener nationaler und kultureller Herkunft und verschiedenen Geschlechts. 2006 erscheint der zweite Teil der Dokumentationsreihe.

Inhalt:

1. Mein Kopftuch gehört dazu
Vier junge Muslima erzählen über ihr Leben mit dem Kopftuch. Das Tragen des Kopftuches ist Ausdruck ihrer Religiösität, die sie selbstbewusst leben. Sie schildern ihre Beweggründe, Erfahrungen und Probleme von Diskriminierung – z.B. bei der Arbeitssuche – und begründen, warum sie sich vor dem anderen Geschlecht verhüllen.

2. Die fünf Säulen des Islam
Ilias, 18 Jahre, berichtet über die fünf Säulen des Islam. Das Glaubensbekenntnis, das Gebet, die Unterstützung von Bedürftigen, das Fasten im Monat Ramadan und die Pilgerreise nach Mekka bilden den Rahmen des Lebens eines Moslem. Der 18jährige Ilias beschreibt den Umgang mit diesen Regeln in seinem Alltag und den Einfluss auf sein Leben.

3. Ich vermisse gar nichts
Es gab mehrere Schritte im Laufe meines Lebens, wo sich das irgendwie weiterentwickelt hat, immer weiter gefestigt hat.« Warum konvertiert ein neunzehnjähriger deutscher Christ zum Islam? Die Geschichte dieses Entschlusses und Szenen aus dem Alltag von Philip, der sein Leben grundlegend ändert und im Islam eine neue Familie findet.

4. Rebaz – Portrait eines irakischen Kurden
Der 18jährige Rebaz floh mit seiner Familie vor fünf Jahren vor dem Krieg aus den kurdischen Gebieten im Norden des Iraks nach Deutschland. Im Film erzählt der sunnitische Moslem seine Ansichten zu den wichtigen Feldern seines Lebens: seine Religion, der Stellenwert der Ehre, die Funktion der Familie, seine zukünftige Ehe mit der schon lange versprochenen Cousine. Wie setzt er als junger Mann die Traditionen fort?

5. Ich bin gezwungen, zwei Gesichter zu tragen
Muslimische Mädchen reden über ihre Einstellungen und Erlebnisse von Sexualität: über die Wichtigkeit der Jungfräulichkeit und der Ehre der Familie, über verschiedene Einstellungen zur Verhüllung, über Menstruation und ihr Verhältnis zu ihrem Körper, über ihre Erfahrungen von Selbstbefriedigung, über Tabus und Sünde. Eine junge Frau erzählt (anonymisiert) von ihren vorehelichen (auch sexuellen) Beziehungen. Sie meint, das, was Männer dürfen, sollten auch Frauen dürfen. Mit viel Kraft und vielen Geheimnissen müssen sie ihr gespaltenes Leben zwischen dem konservativen Zuhause und dem westlichen »Draußen« mit allen Gegensätzen leben und darauf achten, den an sie gestellten Ansprüchen und ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen.

6. Die Sonne öffnet das Herz
Junge Moslems verschiedener Herkunftsländer reden über ihre Sexualität: über ihre Liebesbeziehungen und vorehelichen sexuellen Erfahrungen, über ihre geheimen Treffen und die Kontrolle durch ihre Familien; davon, wie ihre Eltern ihnen die Heiratspartnerin aussuchen, über ihre verschiedene Einstellungen zur Wichtigkeit der Jungfräulichkeit und Erlebnisse der Entjungferung, über Selbstbefriedigung, über die Relation von Sexualität und Liebe, und wie sie später ihre Kinder erziehen wollen.

7. Anil und Ameli
Religion soll für ihre Liebe kein Hindernis sein. Musik, Tanz und Sport verbindet das junge muslimische Paar. Mit freundlicher Offenheit gewähren die beiden Einblick in ihr modernes Leben.

8. Klartext. Ein Film über moslemische Musik in Deutschland
Der Film stellt deutschsprachige moslemische Musik verschiedener Stilrichtungen mit ihrer Bedeutung für die Musiker und die Zuhörer dar. Mit den persönlichen und religiösen Aussagen ihrer Texte und der sehr emotionalen musikalischen Interpretation im Pop-, HipHop- oder Liedermacherstyle wollen die Musiker ihre religiösen Gefühle und politischen Messages vermitteln: über ihre Liebe zu Gott und den Menschen, über ihre Kritik am Irakkrieg, der Verfolgungshysterie und den Diskriminierungen von Moslems nach den Terrorangriffen vom 09. 11., über Leben und Tod. Ihre wichtigste Aussage wollen sie (musikalisch) jedem weitergeben: »Islam heißt Frieden«.

9. Konstruierte Wirklichkeiten. Ein Video über den Islam in den Medien
Eine Gruppe Moslems aus verschiedenen Herkunftsländern untersucht mediale Bilder, die über den Islam in Deutschland gezeigt werden, und deren Wahrnehmung. Der Film beinhaltet: a) Interviews mit Moslems und Nicht-Moslems zur subjektiven Wahrnehmung des Islams in den Medien. b) Beispielrecherchen in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen, insbesondere eines Spiegel-TV-Beitrages über Moslems in Deutschland. c) Eine Analyse von Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer zur Islamdarstellung in den Medien.

10. Taner – Ein Jugendlicher bei Milli Görüs
Der Film portraitiert den zur Wuppertaler Milli-Görüs-Gemeinde gehörenden 18-jährigen Taner, der dort in der Jugendarbeit tätig ist und schon selbst Islamunterricht für Jugendliche gibt. Was bedeutet der Islam für sein Leben, wie sieht er andere Religionen und Kontakte zu Anders- oder Nichtgläubigen, welchen Stellenwert hat Milli Görüs für ihn und wie ist er für die Gemeinde aktiv? Wie sieht er die Verbindung von Religion und Politik? Wie steht er zur Kritik an Milli Görüs? Der Film begleitet Taner auch bei internationalen Treffen von Milli Görüs und zu Schulungen in der Türkei.

11. Hintergründe zu Milli Görüs
Die islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) ist einer der größten islamischen Verbände in Deutschland mit engen Verbindungen zur Türkei. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet und von diesem als »extremistisch« eingestuft. Der Journalist Ahmet Senyurt erläutert aktuelle Hintergründe zu Milli Görüs.

Gefördert im Rahmen des Aktionsprogrammes »Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechts­extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Anti­semitismus«



»Jung und Moslem in Deutschland. Teil 1« wurde in Wien am 22. Juni 2006 mit dem Erasmus-EuroMedia-Siegel ausgezeichnet.

2005, 183 Min., Doppel-DVD, freigegeben ab 12 Jahren.
Kaufpreis 40,– €, Ausleihe 15,– €, Preis V & Ö 60,– €

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